Tall-i Bakun

Tall-i Bakun ist eine archäologische Ausgrabungsstätte im Südwesten des heutigen Iran, in der Provinz Fars.
Bei Tall-i Bakun handelt es sich eigentlich um zwei Hügel, die als Tall-i Bakun A und B bezeichnet werden. Ausgrabungen des Oriental Institute der University of Chicago fanden 1932 unter Leitung von Alexander Langsdorff und Donald McCown und 1937 unter Eric Schmidt and Donald McCown statt.
Tall-i Bakun B datiert in das 6. Jahrtausend v. Chr.. Es konnten zwei Kulturschichten unterschieden werden, die nur Abfall und eine eher einfache, raue Keramik enthielten. Es konnten keine Reste von Architektur gefunden werden.
Tall-i Bakun A war von ca. 4000 bis 3500 v. Chr. besiedelt. Es konnten vier Schichten unterschieden werden. Schicht III war am besten erhalten und zeigt eine Siedlung in der die Wohnbauten dicht an dicht ohne Straßen oder Wege errichtet wurden. Die einzelnen Wohneineinhalten bestanden aus mehrere Räumen. Es konnte eine Töpferei beobachtet werden. Reste von Wandmalereien und einer Holzsäulen deuten auf eine einst reiche Innenausstattung. Die hier gefundene Keramik war reich bemalt. Es fanden sich Frauenfiguren und solche von Tieren. Es fanden sich auch Rollsiegel, die auf eine Art Verwaltung verweisen.
29.9152.88Koordinaten: 29° 55′ N, 52° 53′ O