Cheonan

Cheonan (kor. 천안) ist eine Stadt im Nordosten der südkoreanischen Provinz Chungcheongnam-do.
Sie liegt rund 85 km südlich der Hauptstadt Seoul, sowie nördlich der Großstadt Daejeon, an die es beide per Straße und Zug angebunden ist. Die normalen Züge der Gyeongbu-Linie halten an der Cheonan-Station, während der KTX an der Cheonan-Asan-Station hält. Trotz der Entfernung zu Seoul wurde die Stadt an dessen U-Bahn-Netz angeschlossen, die Linie 1 nahm im Januar 2005 den Betrieb auf. Daher wird sie manchmal schon zum Ballungsraum Seouls, Sudogwon, gezählt.
Im Norden befinden sich die Städte Pyeontaek und Anseong der Provinz Gyeonggi-do, im Osten die Landkreise Cheongwon und Jincheon der Provinz Chungcheongbuk-do, im Süden der Landkreis Yeon-gi und die Stadt Gongju, im Südwesten an den Kreis Yesan und im Westen an die Stadt Asan.
Verwaltungssitz: Hongseong
Städte (si): Asan | Boryeong | Cheonan | Gongju | Nonsan | Seosan | Gyeryong | Dangjin
Landkreise (gun): Buyeo | Cheongyang | Geumsan | Hongseong | Seocheon | Taean | Yesan

Gewissen in Aufruhr

Gewissen in Aufruhr ist eine 5-teilige Miniserie der DEFA für das Fernsehen der DDR. Sie entstand 1961 nach einem autobiographischen Bericht von Rudolf Petershagen.

Oberst Joachim Ebershagen ist als deutscher Soldat der 6. Armee im Kessel von Stalingrad eingeschlossen. Die Erlebnisse lassen ihn anfangen, am Sinn des Krieges zu zweifeln. Er wird mit einem der letzten Flugzeuge als Verwundeter ausgeflogen.
Wieder in der Heimat wird er Kommandant von Greifswald. Gegen Kriegsende übergibt er die Stadt am 30. April 1945 kampflos an die Sowjetarmee. Das von einem Standgericht darauf ausgesprochene Todesurteil wird nicht vollstreckt. Ebershagen muss nach Kriegsende mit seinen Soldaten in die sowjetische Kriegsgefangenschaft. Von den Mitgefangenen wird er als Verräter bezeichnet und gemieden. Ein ehemaliger SS-Offizier versucht, ihn umzubringen, da Elbershagen ihn von seinem Lazarett-Aufenthalt 1942 als Kriegsverbrecher identifiziert.
Ebershagen kommt 1949 wieder nach Deutschland zurück und hilft als Kreisrat von Usedom beim dortigen Aufbau. 1950 reist er in die Bundesrepublik, um mit ehemaligen Kameraden zu sprechen. In der amerikanischen Besatzungszone gerät er in die Fänge des amerikanischen Geheimdienstes. Er widersteht deren Erpressungsversuchen, die im Zusammenhang mit der Wiederbewaffnung der BRD stehen. Daraufhin wird Ebershagen von einem Militärgericht zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Kriegsverbrechergefängnis Landsberg erlebt er, wie gut die Nazi-Kriegsverbrecher leben, die nach und nach in Freiheit kommen und sich auf eine neue Armee vorbereiten. Nach fast drei Jahren wird er auf Grund seines schlechten Gesundheitszustandes entlassen und kehrt nun endgültig heim zu seiner Familie in die DDR.

Gasthuiskapel St. Laurens (Tholen)

Die Gasthuiskapel St. Laurens (deutsch: Hospitalskapelle St. Laurentius) ist eine evangelisch-reformierte Kapelle in Tholen (Provinz Zeeland) in den Niederlanden.
1312 wurde in Tholen ein Hospital mit zugehöriger Kapelle gestiftet, die dem heiligen Laurentius geweiht wurde. 1452 fiel auch das Hospital dem großen Tholener Stadtbrand zum Opfer. Um 1460 erhielt die Kapelle bei Wiederherstellungsarbeiten im Kern ihre heutige spätgotische Gestalt. Im Zuge der Einführung der Reformation 1578 verlor die Kapelle ihre Bestimmung und wurde in der Folgezeit als Magazin genutzt. Während des Achtzigjährigen Krieges war sie zudem Standort eines Lazaretts. 1631 wurde das Hospital verlegt und die Kapelle zu einem Wohnhaus umgebaut. Im Rahmen einer Renovierung in den Jahren 1974/75 wurde sie als Kirchbau wieder hergerichtet und dient heute der reformierten Immanuelgemeinde Tholens als Gotteshaus.
Die Kirchengemeinde gehört zur 2004 geschaffenen Protestantischen Kirche in den Niederlanden.
51.5319644.220665Koordinaten: 51° 31′ 55″ N, 4° 13′ 14″ O