George Frederic Allen

George Frederic Allen (* 15. Februar 1837 in London; † 28. Februar 1929 in Masterton) war ein neuseeländischer Architekt.
Allen war Sohn des Architekten George Allen und seiner Frau Maria Day. Nach einer Ausbildung als Architekt und Vermesser fand er bei der Great Barrier Kauri Timber and Copper Mining Company in Neuseeland Anstellung. Er verließ am 5. April 1860 England und traf am 19. Juli in Auckland ein. Von hier reiste er weiter auf die Insel Great Barrier Island. Anderthalb Jahre später kehrte er verarmt nach Auckland zurück. Hier fand er einen Job als stellvertretender Schulleiter der Church of England Grammar School.
Allen begann mit seinem Partner J. O. Barnard als Architekt und Vermesser zu arbeiten. Der Sieg bei einem Entwurfswettbewerb für die Kirche St Matthew’s Church brachte ihnen ein Angebot des damaligen Premierministers William Fox ein, der sie als Distriktvermesser der Provinz Wellington anstellte. Allen zog im Juli 1862 nach Wellington, wurde aber bereits im November nach Wanganui versetzt, das für sein späteres Leben prägend werden sollte.
Seine in England verbliebene Verlobte, Caroline Frances Hanson, kam an Bord der Ganges nach Neuseeland nach und heirate ihn am 21. Oktober 1863 in der von ihm entworfenen St Matthew’s Church in Auckland. Aus dieser Verbindung gingen fünf Kinder, sechs Söhne und eine Tochter hervor. Zwei der Söhne starben bereits als Kleinkinder.
Nach mehr als drei Jahren im Staatsdienst machte sich Allen selbständig. Er arbeitete als Vermesser für Privatgrundstücke in Papaiti und plante ein neues Pfarrhaus. Wegen der durch die kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Ureinwohnern der Region fehlender Aufträge gründete er eine Privatschule.
Vier Jahre lang war er Mitglied der Kolonialmiliz und nahm mit ihr an der Entsatzmission von Major C. C. Rookes für das von den Maori belagerte Pipiriki teil.
Allen widmete sich auch der christlichen Religion, Freimaurerei und Kirchenmusik. Er war Kirchendiener der Christ Church und entwarf für den Kirchenneubau 1866 das Mobiliar. Er war ein guter Organist, Flötist und Sänger und gründete den Kirchenchor. Er war Mitgründer, Dirigent und Solosänger der Wanganui Choral Society. Allen war ab 1866 Mitglied der Freimaurerloge Lodge Tongariro, später war er Kaplan und Chormeister der Lodge St Andrew Kilwinning. Er war Sekretär der Freiwilligen Feuerwehr von Wanganui.
1867 entwarf er für den befreundeten J. A. H. Burnett das Wohnhaus Trenton House in Oneida. Nachdem 1869 Frieden einkehrte, widmete sich Allen wieder ganz seinem Beruf. Er entwarf die St. Stephen’s Church in Marton
Im Rahmen umfangreicher Vermessungsarbeiten in den Tälern des Waitotara und des Wanganui River gelangte er bis zum Oberlauf des Flusses und erstieg den Mount Ruapehu, Mount Ngauruhoe und Mount Tongariro. 1894 wurden seine Beschreibungen der Reiseroute von Auckland über den Wanganui River nach Wellington als Willis’s guide book of new route for tourists veröffentlicht.
In den 1890er Jahren begann sich in der zentrale Nordinsel der Tourismus zu entwickeln. Allen legte ein Sommercamp auf halbem Wege der Postkutschenstrecke von Waiouru nach Taupo. Am Waihohonu Stream zwischen dem Mount Ruapehu und dem Mount Ngauruhoe gelegen, war es ein beliebter Zwischenstopp für die Durchreisenden. Allen bot geführte Touren in die Berge und Übernachtungsmöglichkeiten an.
Die Bürger von Wanganui ehrten ihm am 11. Oktober 1889 mit einer Geldbörse voll Sovereigns für seinen Dienst an der Allgemeinheit.
Seine Frau Caroline starb am 10. Januar 1903. Am 11. Februar 1907 heiratete Allen in der St Peter’s Church in Caversham in Dunedin die Witwe Sarah Alice Thomas (geb. Edmeades). Sie zogen nach Masterton. Allen starb hier am 28. Februar 1929 im Alter von 92 Jahren.

Fall Leonarda Dibrani

Der Fall Leonarda Dibrani bezieht sich auf die politischen Unruhen in Frankreich im Oktober 2013, die rund um die Abschiebung Leonarda Dibranis, einer jungen Roma aus dem Kosovo, entstanden.
Leonarda Dibrani war zum Tatzeitpunkt 15 Jahre alt. Ihre Familie stammt ursprünglich aus dem Kosovo, wobei ihre Mutter und ihre Geschwister allesamt in Italien geboren wurden. Ihre Familie lebte bis 2008 in Fano/Italien. Die Kinder fehlten regelmäßig in der Schule und wurden Betteln geschickt. Der Vater, Resat Dibrani, war trotz Bemühungen der Stadt Fano nicht ins Arbeitsleben integrierbar und wurde zumeist verhaltensbedingt gekündigt. Sein Zubrot verdiente er als Schrottsammler. Die Stadt Fano plante aufgrund der Kindswohlgefährdung die Entziehung der Kinder. Um der Entziehung zu entgehen, floh die Familie 2008 nach Frankreich. Bei ihrer Ankunft verbrannten die Eltern alle Urkunden und Reisepässe und stellten Asylanträge. Als Grund für die Asylbedürftigkeit wurde die Diskriminierung als Roma im Kosovo angegeben. Als die wahre Herkunft herauskam, wurden die Asylanträge als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Versuche die Asylbescheide rechtlich anzufechten scheiterten, sodass schlussendlich die Abschiebung beschlossen wurde.
Da Minderjährige nicht ohne Sorgeberechtigten abgeschoben werden können, zerstreute sich die Familie an unterschiedliche Unterkünfte, sodass eine gemeinsame Abschiebung vorerst unmöglich war. Resat Dibrani wurde 2 Wochen vor dem Vorfall alleine abgeschoben. Die Mutter und die Kinder wurden lokalisiert, festgenommen und abgeschoben. Die Schülerin wurde während eines Schulausflugs verhaftet. Dies führte zu den landesweiten Protesten.
Das nach Meinung der Betroffenen inakzeptable Angebot des französischen Präsidenten François Hollande auf die nachfolgende Krise hat zu heftiger Kritik von allen Seiten geführt, einschließlich seiner eigenen sozialistischen Partei.
Jean-François Copé, Parteichef der zweitgrößten Partei in Frankreichs UMP, kündigte daraufhin an, ein neues Gesetz zum Geburtsortsprinzip in Frankreich vorzuschlagen. Bereits am darauf folgenden Tag gab Innenminister Manuel Valls bekannt, Präsident Hollande wolle das Asylrecht anpassen, um ähnliche Fälle in Zukunft zu vermeiden.
Der Sturz im April 2014 von Harlem Désir, der ehemalige Präsident der französischen Sozialistischen Partei wurde teilweise von seiner unangemessenen Haltung während des Dibrani Fall erläutert, als er seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass nicht nur Leonarda, sondern auch andere Mitglieder ihrer Familie würde erlaubt werden, nach Frankreich zurückzukommen.

Vuelta a España 2006/Etappen

Den Auftakt der 61. Vuelta a España, der in einem 7,3 km langen Mannschaftszeitfahren ausgetragen wurde, entschied das dänische Team CSC zu seinen Gunsten.
Als erste Mannschaft ging um 19:12 Uhr die spanische Équipe Relax-GAM Fuenlabrada, die vom Veranstalter eine Wildcard erhalten hatte, im Estadio La Rosaleda an den Start. Als letztes Team folgte Rabobank, die Mannschaft um den russischen Titelverteidiger Denis Menschow um 20:32 Uhr.
Den Sieg sicherte sich das Team CSC mit einer Zeit von 7:36 min gefolgt von Caisse d’Epargne-Illes Balears um Alejandro Valverde und den (voraussichtlichen) Tour de France-Sieger Óscar Pereiro mit sieben Sekunden Rückstand. Auf Platz drei klassierte sich das deutsch-italienische Team Milram mit acht Sekunden Rückstand. Die deutschen ProTeams T-Mobile und Gerolsteiner belegten die Ränge fünf und dreizehn. Enttäuschend beendete Rabobank das Zeitfahren auf dem zwölften Platz. Den 21. und letzten Platz belegte Relax-GAM Fuenlabrada mit 37 Sekunden Rückstand.
Carlos Sastre übernahm, da er das Team CSC als Erster über die Ziellinie führte, das Goldene Trikot zeitgleich vor seinen Teamkollegen Lars Bak und Nicki Sørensen.
1. Zwischenzeitmesspunkt (3,3 km)
Auf der 2. Etappe diktierte lange Zeit der Spanier Mario de Sárraga vom Team Relax-GAM Fuenlabrada das Geschehen. Er hatte sich nach drei Kilometern zusammen mit David de la Fuente abgesetzt. Dieser fiel aber durch einen Defekt bereits nach weiteren drei Kilometern ins Hauptfeld zurück. So setzte De Sárraga seine Flucht solo fort und fuhr sich einen maximalen Vorsprung von knapp über dreizehn Minuten heraus. Nachdem die Sprinterteams die Verfolgung aufgenommen hatten, verringerte sich der Vorsprung drastisch. Als dieser auf ca. zwei Minuten geschrumpft war, setzten sich Benoît Joachim und Thierry Marichal vom Feld ab und schlossen wenig später zu De Sárraga auf, der bis dahin 140 Kilometer alleine in Führung gelegen hatte. De Sárraga konnte das Tempo seiner zwei neuen Weggefährten jedoch nicht mitgehen und fiel ins Feld zurück. Marichal und Joachim wurden ebenfalls 14 Kilometer vor dem Ziel eingeholt.
Im Zielsprint des Feldes setzte sich Paolo Bettini vor Thor Hushovd und Luca Paolini durch. Hushovd übernahm das Goldene Trikot von Carlos Sastre mit nun zwei Sekunden Vorsprung auf Paolo Bettini, der die Führung in der Punktewertung übernahm. Ausreißer De Sárraga belohnte sich selbst mit der vorübergehenden Führung in der Berg- und Kombinationswertung.
1. Zwischensprint in Monturque (109,2 km)
2. Zwischensprint in Fernán Núñez (138 km)
Alto de Casabermeja, Kategorie 3 (20,5 km)
Alto de Las Pedrizas, Kategorie 3 (29,5 km)
Nachdem das Feld geschlossen die erste Bergwertung nach sechs Kilometern erreicht hatte, setzte sich auf der Abfahrt das Trio David de la Fuente, Enrico Franzoi und Hervé Duclos-Lassalle ab. Sie bauten ihren Vorsprung schnell auf maximal 7:42 Minuten aus. Dann begannen die Teams der Sprinter die Verfolgung und verkürzten den Abstand. Unterstützt wurden sie dabei auch durch einen Reifendefekt bei Duclos-Lassalle in der Ausreißergruppe. Dieser verlor dadurch kurzzeitig den Anschluss an seine zwei Weggefährten, die aber das Tempo deutlich verringerten und auf ihn warteten. Neunzehn Kilometer vor dem Ziel sprengte der Angriff von de la Fuente die Dreiergruppe. Während Franzoi de la Fuentes Attacke mitgehen konnte, fiel Duclos-Lassalle schnell ins Hauptfeld zurück. Sechs Kilometer vor dem Ziel holte das Hauptfeld auch das noch flüchtige Duo ein.
In einem engen Zielsprint setzte sich Francisco José Ventoso vor Thor Hushovd und Stuart O’Grady durch. Hushovd baute seine Führung im Gesamtklassement leicht aus, ebenso wie Mario de Sárraga in der Bergwertung. Zudem übernahm Hushovd auch die Führung in der Punktewertung, während David de la Fuente das Trikot des Kombinationswertungsführenden überstreifen konnte.
1. Zwischensprint in Peñarroya de Pueblonuevo (80 km)
2. Zwischensprint in Azuaga (128 km)
Alto de Villaviciosa, Kategorie 3 (6 km)
Puerto del Aire, Kategorie 3 (30 km)
Wie bereits an den Vortagen war das Professional Continental Team Relax-GAM Fuenlabrada bereits zu Beginn der kurzen Etappe sehr aktiv. So setzte sich schon nach zwei Kilometern Raúl García de Mateoss ab. Er fuhr sich einen maximal Vorsprung von 6:33 Minuten heraus, ehe das Hauptfeld mit der Nachführarbeit begann und den Vorsprung langsam verringerte. Sechzehn Kilometer vor dem Ziel wurde er vom Hauptfeld gestellt.
Unmittelbar nach dem Zusammenschluss griff Jorge García Marín, ein weiterer Fahrer von Relax-GAM Fuenlabrada, an und setzte sich leicht ab. Doch nach nur sieben Kilometern alleiniger Fahrt holte das Feld auch ihn wieder ein. Es blieb jedoch unruhig im Feld, da immer wieder einzelne oder mehrere Fahrer Attacken starteten.
Im Zielsprint sicherte sich Erik Zabel seinen zweiten Saisonsieg. Auf den weiteren Plätzen folgten Thor Hushovd, der die Führung in der Gesamtwertung wiederum leicht ausbauen konnte, und Jean-Patrick Nazon.
1. Zwischensprint in La Garrovilla (39 km)
2. Zwischensprint in Puebla de Obando (90 km)

Die erste Bergetappe der diesjährigen Ausgabe begann sehr unruhig und es kam immer wieder zu Ausreißversuchen. Erst nach etwa 42 Kilometern setzte sich eine größere Gruppe ab. Sie setzte sich unter anderem aus Michael Rasmussen, Pietro Caucchioli, Wladimir Gussew, Paolo Bettini und Sérgio Paulinho zusammen. Maximal befanden sich 16 Fahrer in der Gruppe, deren Zusammensetzung sich durch das ansprechende Streckenprofil immer wieder änderte. Die Gruppe fuhr, angeführt von den starken Bergfahrern, geschlossen über die ersten drei Bergpässe und erarbeitete sich einen maximalen Vorsprung von 4:28 Minuten.
Auf der Abfahrt vom Alto de Lagunilla setzte sich Iñigo Landaluze aus der Spitzengruppe ab. Sein Fluchtversuch endete aber wenige Kilometer vor dem Fuße des Schlussanstiegs nach La Covatilla, den die Führungsgruppe mit noch etwa einer Minute Vorsprung auf das Feld der Favoriten in Angriff nahm. Im Hauptfeld übernahmen die Teams Caisse d’Epargne-Illes Balears um Alejandro Valverde und CSC um Carlos Sastre die Führungsarbeit und verringerten den Rückstand. Unterdessen attackierte Paulinho in der Spitzengruppe, die dadurch komplett auseinanderfiel. Wenig später schloss jedoch David Arroyo zu ihm auf.
Erstes Opfer des Ausscheidungsfahrens in der Favoritengruppe war überraschenderweise Titelverteidiger Denis Menschow, der den Anschluss sieben Kilometer vor dem Ziel verlor. Nach einer Tempoverschärfung von Valverde wurde das Ausreißerduo, welches zwischenzeitlich von José Ángel Gómez Marchante Unterstützung erhalten hatte, eingeholt. Gómez Marchante verblieb kurzzeitig allein an der Spitze des Rennens, ehe er nach einer Attacke von Danilo Di Luca ebenfalls eingeholt wurde und hinter Di Luca und Janez Brajkovič zurückfiel. Auch Andrei Kaschetschkin schaffte es noch Gómez Marchante auf dem letzten Kilometer zu passieren und zum Führungsduo aufzuschließen. Im Schlussspurt siegte Di Luca vor Brajkovič und Kaschetschkin.
Di Luca übernahm durch seinen Sieg die Führung sowohl in der Gesamtwertung als auch in der Berg- und Kombinationswertung.
1. Zwischensprint in Jaraiz de la Vera (31 km)
2. Zwischensprint in Cabezuela del Valle (79,8 km)
Puerto del Piornal, Kategorie 1 (52,7 km)
Puerto de Honduras, Kategorie 1 (100,5 km)
Alto de Lagunilla, Kategorie 2 (136 km)
La Covatilla, Kategorie Especial (178 km)
Auf der flachen Etappe setzte sich nach zehn Kilometern Mathieu Claude vom Team Bouygues Télécom ab, der seinen Vorsprung rasch auf maximal elf Minuten ausbaute. Da der Vorsprung jedoch genauso schnell schmolz wie er angewachsen war, endete seine Soloflucht nach 145 Kilometern alleiniger Fahrt wenige Meter vor dem zweiten Zwischensprint des Tages.
Nach dem Zusammenschluss des Feldes versuchten sich Olivier Kaisen und Enrico Franzoi vom Feld abzusetzen. Doch auch sie wurden sechs Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt, was eine weitere Attacke einer Dreiergruppe zur Folge hatte, die jedoch ebenfalls erfolglos blieb. Im Massensprint des Feldes sicherte sich Thor Hushovd, nach drei zweiten Plätzen, den ersten Sieg vor den beiden Deutschen André Greipel und Erik Zabel. Alessandro Petacchi erzielte mit dem vierten Platz die erste gute Platzierung seit seinem verletzungsbedingten Ausfall beim Giro d’Italia 2006.
1. Zwischensprint in Villarín de Campos (34 km)
2. Zwischensprint in Mansilla de las Mulas (156,5 km)

Auf dem hügeligen Tagesabschnitt mit einem 18 Kilometer langen Schlussanstieg setzten sich nach 24 Kilometern David Loosli, Staf Scheirlinckx und László Bodrogi ab. Sie fuhren sich maximal 12:33 Minuten auf das Hauptfeld heraus.
Im Schlussanstieg, den das Trio mit noch etwa fünf Minuten Vorsprung in Angriff nahmen, fiel dieses dann auseinander, wobei sich Loosli als Stärkster am Berg erwies. Im Hauptfeld zeigte Denis Menschow als Erster der Favoriten eine Schwäche und fiel aus der Gruppe heraus. Nach einer Attacke von Luis Pérez zerfiel das Hauptfeld. Hinter ihm formierte sich eine Gruppe um Bernhard Kohl, Sylwester Szmyd, Manuel Beltrán, Stijn Devolder, Joaquim Rodríguez, Ryder Hesjedal, Sérgio Paulinho und Alexander Winokurow, während sich die Favoriten auf den Gesamtsieg in einer großen Gruppe dahinter belauerten. Während die Gruppe um Winokurow zu Pérez aufschloss, fiel Paulinho aus selbiger zurück. Die Neunergruppe wurde jedoch auch wenig später von der Gruppe der Favoriten eingeholt, in der der Gesamtführende Danilo Di Luca Schwächen zeigte. Daraufhin erhöhte Alejandro Valverde kurz das Tempo, was die Gruppe wiederum für kurze Zeit leicht verkleinerte. Nach einer Attacke von Iban Mayo drei Kilometer vor dem Ziel wurde es wieder unruhig in der Gruppe und Looslis Vorsprung verkleinerte sich dramatisch. Janez Brajkovič und Alexander Winokurow waren die ersten beiden, die Loosli zwei Kilometer vor dem Ziel passierten. Knapp dahinter folgte eine neunköpfige Gruppe um Valverde, die einen Kilometer vor dem Ziel das Leader-Duo wieder einholte. Daraufhin attackierte Winokurow ein weiteres Mal und als es 200 Meter vor dem Ziel so schien, als wäre ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen, griff Valverde in der dahinterliegenden Gruppe noch einmal an. Am Ende übersprintete er Winokurow, der sich die letzten Meter ins Ziel schleppte und die Etappe nur als Sechster beendete. Zweiter wurde Carlos Sastre vier Sekunden zurück vor José Ángel Gómez Marchante mit weiteren zwei Sekunden Rückstand.
Danilo Di Luca erreichte das Ziel mit 1:58 Minuten Rückstand und verlor das Goldene Trikot an Janez Brajkovič. Dieser übernahm auch die Führung in der Berg- und Kombinationswertung.
1. Zwischensprint in Toreno (101 km)
2. Zwischensprint in Ponferrada (124,7 km)
Alto de El Morredero (Ponferrada), Kategorie 1 (154,2 km)
Der achte Tagesabschnitt begann recht unruhig mit mehreren Ausreißversuchen. Erst nach 68 Kilometern konnte sich Kevin Van Impe entscheidend absetzen. Er fuhr sich trotz hoher Geschwindigkeit im Peloton einen maximalen Vorsprung von etwa 5:40 Minuten heraus. Nach etwa 100 Kilometern alleiniger Flucht wurde er 13 Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt.
Danach kam es zu einer Attacke von Óscar Pereiro und René Haselbacher. Sie wurden jedoch fünf Kilometer vor dem Ziel eingeholt.
Auf der mit vier Prozent Steigung versehenen Zielgeraden glich dann die Situation jener vom Vortag. Mit Luca Paolini hatte sich ein schneller Mann von der noch übrig gebliebenen, circa 65 Fahrer umfassenden, Gruppe gelöst. Er wurde jedoch vom Pechvogel der vorangegangenen Etappe, Alexander Winokurow, noch abgefangen, der sich 300 Meter vor dem Ziel aus dieser Gruppe gelöst hatte. Am Ende rettete er eine Sekunde vor Ruggero Marzoli und Uroš Murn ins Ziel.
1. Zwischensprint in El Barco de Valdeorras (43 km)
2. Zwischensprint in Quiroga (80 km)
Alto de Ares, Kategorie 3 (88 km)
Auf der Königsetappe versuchten größere Gruppen bereits zu Beginn, sich vom Peloton abzusetzen. Eine 19-köpfige namhafte Gruppe, die nach vier Kilometern ausgerissen war, wurde nach 23 Kilometern wieder gestellt.
Nach 27 Kilometern konnte sich dann eine elfköpfige Gruppe lösen, in der sich auch Pietro Caucchioli und David Arroyo wiederfanden. Wenig später schloss ein weiteres Quartett zu den elf Führenden auf, so dass die Gruppe auf 15 Fahrer anwuchs. Nachdem sie gemeinsam die Passhöhe des Puerto de Rañadoiro erreicht hatten, löste sich Dario Cioni aus der Spitzengruppe und versuchte, die Flucht alleine fortzusetzen. Mit Cionis Flucht war es aber bereits am Fuß des Puerto del Cerredo vorbei. In der Folge veränderte sich die Anzahl der Fahrer in der Gruppe ständig, der Vorsprung blieb jedoch bei konstanten fast vier Minuten.
Im Anstieg zum Alto de San Lorenzo zerfiel die Gruppe dann endgültig und der Vorsprung schmolz rapide. Nur David Arroyo, Egoi Martínez und Igor Antón erreichten mit 46 Sekunden Vorsprung auf das noch etwa 20 Mann umfassende Feld, aus dem Iban Mayo bereits zurückgefallen war, zusammen die Passhöhe. Mit leichtem Rückstand folgte noch José Miguel Elías.
Zu Beginn des Schlussanstiegs belauerten sich die Favoriten, während das Team Caisse d’Epargne-Illes Balears das Feld kontrollierte. Am Fuße des Anstiegs wagte Olympiasieger Paolo Bettini einen Angriff. Er wurde jedoch bald von Sylwester Szmyd eingeholt. Dann starteten Alexander Winokurow und Andrei Kaschetschkin vom Team Astana eine Gemeinschaftsattacke. Sie fuhren schnell einen Vorsprung von 30 Sekunden heraus. In der Gruppe dahinter attackierte Carlos Sastre, was den Gesamtführenden Janez Brajkovič in Bedrängnis brachte und er dem Tempo nicht mehr folgen konnte. Am Hinterrad von Sastre folgten Alejandro Valverde, José Ángel Gómez Marchante und Danilo Di Luca. Nach einer weiteren Tempoverschärfung Sastres fielen Gomez Marchante und auch Di Luca zurück, während Valverde die Aktion einen Kilometer später konterte und sich allein auf die Verfolgung des Führungsduos machte. Dort erhöhte Winokurow das Tempo und sicherte sich seinen zweiten Tagessieg. Valverde sicherte sich, da er Kaschetschkin auf dem vorletzten Kilometer noch passierte, den zweiten Platz mit 16 Sekunden Rückstand. Als Dritter folgte Kaschetschkin 21 Sekunden zurück.
Alejandro Valverde sicherte sich durch seinen zweiten Platz das Goldene Trikot des Gesamtführenden und übernahm auch die Führung in der Kombinationswertung. Pietro Caucchioli konnte sich am Ende des Tages das Trikot des besten Bergfahrers überstreifen.
1. Zwischensprint in San Antolín (29 km)
2. Zwischensprint in San Martín de Teverga (177,8 km)
Alto de Miñide, Kategorie 3 (6,5 km)
Puerto de Connio, Kategorie 1 (50 km)
Puerto de Rañadoiro, Kategorie 1 (75,3 km)
Puerto del Cerredo, Kategorie 3 (102 km)
Alto de San Lorenzo, Kategorie Especial (166,6 km)
Alto de La Cobertoria, Kategorie 1 (207,4 km)
Nach dem Ruhetag begannen direkt nach dem Start einzelne Fahrer zu attackieren. Nachdem mehrere Versuche erfolglos endeten, formte sich nach etwa 40 Kilometern eine 24 Fahrer umfassende namhafte Spitzengruppe, die sich wenig später auf 15 Fahrer verkleinerte. In ihr befanden sich unter anderem Iban Mayo, Wladimir Gussew, Michael Rasmussen, Davide Rebellin, Wladimir Karpez, David Millar, Sérgio Paulinho, Francisco José Ventoso und Xavier Florencio. Sie fuhren sich einen maximalen Vorsprung von 9:07 Minuten heraus, so dass Karpets zwischenzeitlich virtuell im Goldenen Trikot fuhr. Nachdem das Team CSC um den im Gesamtklassement drittplatzierten Carlos Sastre die Tempoarbeit im Hauptfeld übernahm, verringerte sich der Vorsprung.
An der einzigen Bergwertung des Tages, die sich etwa zwölf Kilometer vor dem Ziel befand, attackierte der bisher enttäuschende Iban Mayo, jedoch erfolglos. Wenig später versuchte Sébastien Joly das Belauern der starken Bergfahrer auszunutzen. Er konnte sich aber auch nicht entscheidend absetzen. Nach einer weiteren Attacke von Jewgeni Petrow kurz vor der Bergwertung fiel die Gruppe auseinander. Die zurückgefallenen Fahrer fanden auf der Abfahrt aber wieder Anschluss, während das Feld die Bergwertung mit 3:30 Minuten Rückstand erreichte.
Vier Kilometer vor dem Ziel attackierte Dario Cioni erfolglos, was jedoch zur Folge hatte, dass auch andere Fahrer versuchten sich zu lösen. Den entscheidenden Angriff setzte Sérgio Paulinho einen Kilometer vor dem Ziel und sicherte sich nach der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2004 seinen ersten Erfolg bei den Profis. Auf den weiteren Plätzen folgten zwei Sekunden zurück Davide Rebellin und Xavier Florencio. Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 3:54 Minuten.
1. Zwischensprint in Llanes (120,4 km)
2. Zwischensprint in Cobreces (179 km)
Alto del Mirador de Cildad, Kategorie 3 (187,7 km)
Bereits zu Beginn des welligen Teilstücks, zu dem Vorjahressieger Denis Menschow nicht mehr antrat, versuchten sich wieder früh einige Fahrer vom Feld zu lösen. Nach 27 Kilometern konnten sich dann 13 Fahrer, unter ihnen Thor Hushovd, Dario Cioni und Egoi Martínez, einen entscheidenden Vorsprung herausfahren. Als die Gruppe einen Vorsprung von etwa einer Minute auf das Feld hatte, versuchte David Cañada aus selbigem zu den Führenden aufzuschließen. Zwar konnte auch er sich vom Hauptfeld lösen, doch auf die Spitzengruppe verlor er weiter Zeit. So brach er den Versuch nach 52 Kilometern alleiniger Fahrt ab und wartete auf das Hauptfeld.
Unterdessen hatte sich Martínez am Fuße des Alto del Escudo von seinen zwölf Konkurrenten gelöst und die Fahrt alleine fortgesetzt. Während das Feld bummelte und den Vorsprung weiter ansteigen ließ, ließ die Verfolgergruppe Martínez bis auf etwa drei Minuten wegziehen. Als Iñigo Landaluze und Wolodymyr Hustow auf dem flacheren Teil der Etappe zusammen die Verfolgung von Martínez aufnahmen, der inzwischen nur noch etwa eine Minute Vorsprung hatte, wartete dieser und sie setzten die Flucht zu dritt fort. Dabei bauten sie den Vorsprung auf die Verfolger wieder aus, die sich uneinig waren, jedoch vom Hauptfeld nicht mehr gefährdet werden konnten.
Etwa zehn Kilometer vor dem Ziel attackierte Martínez erneut und konnte sich wiederum von seinen Mitstreitern absetzen. Am Ende siegte er mit 55 Sekunden vor Landaluze und Hustow. Aus der Verfolgergruppe heraus, die mit 3:35 Minuten Rückstand ins Ziel kam, überquerte Thor Hushovd die Ziellinie als Erster. Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit 15:04 Minuten Rückstand.
1. Zwischensprint in Villacarriedo (28,3 km)
2. Zwischensprint in Vega de Pas (46 km)
Puerto de la Braguía, Kategorie 1 (39 km)
Puerto del Escudo, Kategorie 1 (72,5 km)
Puerto de Carrales, Kategorie 3 (86,7 km)
Auf der leicht welligen Etappe setzte sich nach 16 Kilometern ein Quartett ab, dass nach weiteren neun Kilometern Unterstützung durch weitere fünf Fahrer erhielt. Der namhafteste Fahrer der Gruppe war Magnus Bäckstedt. Da das Feld die Ausreißer aber nicht außer Sichtweite fahren ließ, endete der Fluchtversuch am Beginn der einzigen Bergwertung bei Rennkilometer 64.
Nachdem das Feld geschlossen über die Bergwertung gefahren war, setzte sich dann auf der Abfahrt eine elfköpfige Gruppe ab, in der sich unter anderem Paolo Bettini, Bernhard Eisel und Wladimir Gussew befanden. Kurze Zeit später stieß mit David Arroyo ein zwölfter Mann hinzu. Der Vorsprung für die Zwölfergruppe stieg schnell auf knapp über elf Minuten an, ehe das Team Astana sich gezwungen sah die Tempoarbeit im Hauptfeld zu übernehmen.
Dreizehn Kilometer vor dem Ziel begannen dann die Attacken in der Ausreißergruppe mit einem Vorstoß von Bernhard Eisel, dem Luca Paolini folgte. Sie wurden aber nach wenigen hundert Metern wieder von den restlichen Fahrern eingeholt. Den nächsten Angriff fuhr Heinrich Haussler sechs Kilometer vor dem Ziel, jedoch reagierten seine Mitstreiter und es kam zu weiteren Attacken. Die entscheidende setzte Luca Paolini als noch vier Kilometer zu fahren waren. Er siegte am Ende mit fünf Sekunden Vorsprung auf Bart Dockx und Paolo Bettini. Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit 8:53 Minuten Rückstand.
1. Zwischensprint in Ayllón (44,8 km)
2. Zwischensprint in Yunquera de Heranes (153 km)
Alto de Santibáñez de Ayllon, Kategorie 3 (66,4 km)
Im Gegensatz zu den Vortagen begann die Etappe ruhig. Erst nach 19 Kilometern wagte Ángel Vallejo einen Vorstoß, der im Anstieg zur ersten Bergwertung von 29 weiteren Fahrern Unterstützung erhielt. Der Fluchtversuch endete aber bereits vor der Wertung.
Nach 52 Kilometern startete dann eine neue, 13 Fahrer umfassende Gruppe einen Angriff. Aus dieser Gruppe setzte sich im Anstieg zum Alto de Córcoles ein Quintett ab. Namentlich handelte es sich hierbei um Michael Boogerd, Davide Rebellin, Iñigo Landaluze, Frédéric Bessy und Lars Bak. Sie fuhren sich einen maximalen Vorsprung von 7:38 Minuten heraus, ehe das Team Milram und Quick Step-Innergetic die Verfolgung aufnahmen und den Vorsprung schrumpfen ließen. Zwanzig Kilometer vor dem Ziel war der Fluchtversuch beendet.
Dann ging es für das geschlossene Feld mit hohem Tempo in den letzten Berg, wo René Haselbacher den ersten Angriff fuhr. Seine Attacke wurde jedoch von Danilo Di Luca gekontert. Auf Höhe der Bergwertung verblieb eine Sextett um Alejandro Valverde, Alexander Winokurow, Carlos Sastre, Luis Pérez, Danilo Di Luca und Paolo Bettini, die in der Abfahrt aber nichts riskierten und so dahinterliegende Fahrer wieder aufschlossen. Aus dieser Gruppe löste sich Samuel Sánchez sieben Kilometer vor dem Ziel. Dieser rettete am Ende wenige Meter Vorsprung vor Thor Hushovd und Alejandro Valverde ins Ziel.
Valverde konnte durch seinen dritten Platz und die achtsekündige Zeitbonifikation seinen Vorsprung in der Gesamtwertung leicht ausbauen.
1. Zwischensprint in Sacedón (51 km)
2. Zwischensprint in Priego (100 km)
Alto de la Tendilla, Kategorie 3 (31 km)
Alto de Córcoles, Kategorie 3 (60,2 km)
Alto del Castillo, Kategorie 3 (167,2 km)
Das erste Einzelzeitfahren war 33,2 Kilometer lang und vom Profil, mit Ausnahme des Anstiegs zum und der Abfahrt vom Alto del Castillo, der bereits auf der vorangegangenen Etappe, im Streckenverlauf stand, größtenteils flach.
Als erster Fahrer ging um 10.57 Uhr Cyril Lemoine von Crédit Agricole, damals 158. und Letzter im Gesamtklassement mit bereits 2:03:16 Stunden Rückstand auf den Führenden Alejandro Valverde, an den Start. Valverde ging als letzter Starter um 14.03 Uhr auf die Strecke.
Die erste Richtzeit setzte der Schweizer Fabian Cancellara vom Team CSC, der bereits als Elfter auf die Strecke gegangen war. Seine Zeit von 40:54 Minuten hatte lange Zeit Bestand und wurde erst von David Millar nach etwa eineinhalb Stunden eingestellt.
Unter den Top 5-Fahrern des Gesamtklassements fuhr Alexander Winokurow die beste Zeit bis zum 1. Zwischenzeitmesspunkt nach 9,9 Kilometern. Mit seiner Zeit von 12:28 Minuten lag er zwischenzeitlich auf dem siebten Rang mit jeweils acht Sekunden Vorsprung auf Valverde und Andrei Kaschetschkin. Carlos Sastre folgte mit 15 Sekunden Rückstand und José Ángel Gómez Marchante mit 17 Sekunden.
An der zweiten Zwischenzeit auf dem Alto de Castillo nach 20,7 Kilometern lag Winokurow dann in Führung und hatte seinen Vorsprung auf alle Konkurrenten ausgebaut. Während Valverde nur zehn Sekunden hinter ihm lag, hatten Kaschetschkin 25, Sastre 30 und Gómez Marchante gar 40 Sekunden Rückstand.
Im Ziel hatte Winokurow dann als Dritter fünf Sekunden Rückstand auf Millar und Cancellara. Valverde platzierte sich als Vierter mit insgesamt 13 Sekunden Rückstand und acht auf Winokurow. Kaschetschkin verlor als Fünfter 21 Sekunden auf Winokurow, Sastre als Achter 41 Sekunden und Gómez Marchante als Dreizehnter 1:10 Minuten. Der Vorsprung Millars betrug letztendlich 546 Tausendstelsekunden auf Cancellara.
Valverde behielt das Goldene Trikot und baute seinen Vorsprung auf alle Konkurrenten mit Ausnahme von Winokurow, der den vierten Platz im Gesamtklassement übernahm, aus.
1. Zwischenzeitmesspunkt in Valdecabras (9,9 km)
2. Zwischenzeitmesspunkt auf dem Alto del Castillo (20,7 km)
Alto del Castillo, Kategorie 3 (20,7 km)
Auf der letzten Flachetappe vor den anstehenden Gebirgsetappen setzten sich nach zwölf Kilometern Jorge García Marín und Kjell Carlström ab. Das Duo fuhr einen maximalen Vorsprung von 6:30 Minuten heraus, ehe Carlström den Fluchtversuch nach 95 Kilometern abbrach und sich ins Feld zurückfallen ließ. García Marín vergrößerte daraufhin den inzwischen etwas geschmolzenen Vorsprung wieder auf über sechs Minuten. Jedoch endete auch sein Ausreißversuch 14 Kilometer vor dem Ziel.
Acht Kilometer vor dem Ziel wagte David Millar nochmal einen erfolglosen Angriff. Im Zielsprint siegte dann der Deutsche Robert Förster vor Stuart O’Grady und Danilo Napolitano. Er sicherte sich nach dem Sieg auf der Schlussetappe des Giro d’Italia nun auch seinen ersten Sieg bei der Spanien-Rundfahrt.
1. Zwischensprint in Requena (73,5 km)
2. Zwischensprint in Catadau (163 km)

Nach dem Ruhetag begannen direkt wieder zu Beginn die Attacken. Erst versuchte sich eine 27 Fahrer starke Gruppe abzusetzen, was jedoch misslang. Auch weitere Fluchtversuche wurden vom Feld schnell beendet, ehe sich nach circa 32 Kilometern 14 Fahrer, darunter Pietro Caucchioli, Egoi Martínez und Daniel Becke. Bis zum Gipfel des Alto de Velefique hatte sich diese Gruppe etwa vier Minuten auf das Hauptfeld herausgefahren, wobei diese nur noch aus 13 Fahrern bestand, da Jérémy Roy noch vor dem Gipfel ins Feld zurückgefallen war.
Im ersten Anstieg zum Alto de Calar Alto zerfiel die Gruppe dann in mehrere Teile und es verblieben acht Fahrer. Martínez und Caucchioli erreichten die Bergwertung als Erste gemeinsam mit ihren noch sechs verbliebenen Mitstreitern. Das Hauptfeld folgte mit einem Rückstand von 5:21 Minuten auf der Passhöhe. Auf der etwa 40 Kilometer langen Abfahrt vergrößerte sich sowohl die Führungsgruppe wieder als auch der Vorsprung auf das Hauptfeld auf zwischenzeitlich fast sechs Minuten.
Bis zum zweiten Anstieg hinauf zur Sternwarte war der Vorsprung der Ausreißer auf etwa 4:30 Minuten geschmolzen. Nach einer Attacke von José Antonio Redondo und Daniel Becke zerfiel die Spitzengruppe wieder, jedoch musste Becke nach kurzer Zeit abreißen lassen. Iñigo Landaluze und Egoi Martínez nahmen dann die Verfolgung des Führenden auf. Unterdessen war Andrei Kaschetschkin in der Gruppe um Alejandro Valverde als Erster nicht mehr in der Lage den anderen zu folgen. Nach einer Tempoverschärfung von Carlos Sastre konnten nur Valverde, Samuel Sánchez und Alexander Winokurow folgen, der daraufhin selbst einen Angriff lancierte. Seine drei Kontrahenten folgten ihm aber. Dann versuchte es wieder Sastre, gefolgt von einer Attacke von Sánchez. Nach einer weiteren Attacke von Winokurow konnte nur Valverde ihm folgen, während Sánchez, Sastre und der inzwischen aufgeschlossene Tom Danielson zurückfielen. Vier Kilometer vor dem Ziel überholten sie dann auch die letzten Fahrer der einstigen Spitzengruppe, sowie Igor Antón, der zu Redondo aufgeschlossen hatte. Antón erholte sich aber und übernahm wieder die Führung, während die abgehängten Fahrer wieder zum Duo Valverde-Winokurow aufschlossen. Während sich die Favoriten belauerten, baute Antón seinen Vorsprung schnell aus. Zwei Kilometer vor dem Ziel versuchte es Winokurow noch einmal, jedoch folgten Valverde und Sastre abermals. Am Ende fuhren Valverde und Winokurow geschlossen über die Ziellinie. Sastre folgte mit fünf Sekunden Rückstand.
Igor Antón sicherte sich den ersten Sieg seiner Profikarriere vor Valverde und Winokurow, der den zweiten Platz in der Gesamtwertung übernahm, zeitgleich mit Carlos Sastre.
1. Zwischensprint in Tabernas (25,8 km)
2. Zwischensprint in Bacares (74,7 km)
Alto de Velefique, Kategorie 1 (56,3 km)
Alto de Calar Alto, Kategorie 1 (88 km)
Sternwarte Calar Alto, Kategorie Especial (145 km)
Die ersten Attacken auf der mit drei Bergen gespickten Etappe begannen bereits nach drei Kilometern. Nachdem sich zu Beginn eine größere Gruppe mit 17 Fahrern, unter anderem Andrei Kaschetschkin war darin vertreten, versuchte zu lösen, zerfiel das Hauptfeld gleich am ersten Anstieg. Die Gruppe erreichte gemeinsam die Passhöhe des Alto de Albandon.
Auf der Abfahrt lösten sich dann Eric Leblacher, Tom Danielson, Dmitri Fofonow, Lars Bak, Stéphane Goubert und Sérgio Paulinho aus der Spitzengruppe und setzten die Flucht fort. Sie fuhren sich einen maximalen Vorsprung von 4:21 Minuten heraus.
Bis zum Anstiegsbeginn des Alto de Monachil war der Vorsprung auf zweieinhalb Minuten gesunken, während das Team CSC mit hohem Tempo in den Berg fuhr und die Favoritengruppe sich auf wenige Fahrer reduzierte. Dann griff Kaschetschkin an, dem Luis Pérez, José Ángel Gómez Marchante und Leonardo Piepoli folgten. Alejandro Valverde, Alexander Winokurow und Carlos Sastre belauerten sich unterdessen und ließen die Kontrahenten ziehen. In der Spitzengruppe hatte sich Danielson von seinen fünf Konkurrenten gelöst und fuhr alleine dem Gipfel entgegen. Hinten griff dann Valverde an, dem Winokurow und Sastre folgten, während davor Gómez Marchante und Kaschetschkin zusammenfuhren. Nach einer weiteren Attacke von Winokurow hatten Valverde und Sastre Probleme zu folgen. Winokurow schloss alsbald zum Duo Kaschetschkin-Gómez Marchante auf. Dann hatte Sastre Probleme das Hinterrad von Valverde zu halten und musste auch ihn ziehen lassen. Auf der Passhöhe war Danielson der Erste. Dahinter folgte mit 35 Sekunden Rückstand das Trio Kaschetschkin-Winokurow-Gómez Marchante, weitere sieben Sekunden dahinter Valverde, der auf der anschließenden Abfahrt zum Trio aufschloss. Als Valverde aufgeschlossen hatte, griff Winokurow in der Abfahrt ein weiteres Mal an und setzte sich ab. Fünf Kilometer vor dem Ziel schloss Winokurow zu Danielson auf und einen weiteren Kilometer später hatte die Gruppe um Sastre zu Valverde & Co. aufgeschlossen.
Auf der Zielgeraden überließ Winokurow Danielson kampflos den Sieg. Als Dritter folgte Samuel Sánchez. Valverde erreichte das Ziel als Achter mit 1:39 Minuten Rückstand und verlor das Goldene Trikot an Winokurow, der für den zweiten Platz noch eine zwölfsekündige Zeitbonifikation erhielt.
Die Bergwertung übernahm Egoi Martínez trotz Punktgleichheit mit Pietro Caucchioli, da er mehr Bergwertungen der Kategorie 1 als Erster erklommen hatte.
1. Zwischensprint in Dúrcal (100 km)
2. Zwischensprint in Monachil (130,2 km)
Alto de Albandon, Kategorie 1 (36 km)
Alto de Lanjarón, Kategorie 3 (86 km)
Alto de Monachil, Kategorie 1 (146,7 km)
Auch auf dieser Etappe begann bereits nach vier Kilometern ein Ausreißversuch. Auf Initiative von Olivier Kaisen setzten sich mit ihm Markel Irízar, Raúl García de Mateoss, Nicki Sørensen, Benoît Poilvet, Pierre Drancourt und Pedro Horrillo ab. Iñigo Landaluze versuchte zwar noch zur Gruppe aufzuschließen, konnte dies aber nicht verwirklichen und ließ sich wieder ins Hauptfeld zurückfallen. Das Führungsseptett fuhr sich einen maximalen Vorsprung von 4:05 Minuten heraus.
Am Fuße des Anstiegs zum Alto de Los Villares war der Vorsprung auf 1:36 Minuten gesunken und die Gruppe zerfiel nach einer Attacke von García De Mateo. Nur Sørensen, Poilvet und Kaisen waren in der Lage zu folgen. Nach einer weiteren Tempoverschärfung von Sørensen musste auch Poilvet reißen lassen und ein Trio verblieb an der Spitze. Als nächste konnten dann Kaisen und García De Mateo nicht mehr das Tempo mitgehen und Sørensen setzte die Flucht alleine fort. Im Hauptfeld griff dann Iban Mayo an, wenig später auch Egoi Martínez. Sie schlossen noch vor der Passhöhe zu Sørensen auf, der dem Tempo der beiden nicht mehr folgen konnte. Ihr Vorsprung auf das etwa 25 Fahrer umfassende Feld betrug an der Bergwertung 42 Sekunden.
Nach einer kurzen Abfahrt folgte dann der Schlussanstieg zur Sierra de la Pandera, den die beiden Ausreißer mit einem Vorsprung von 18 Sekunden auf die dahinterliegende Gruppe in Angriff nahmen. Dort griff Luis Pérez an, der ebenso wie das Feld das Führungsduo schnell einholte. An der Spitze verblieb eine 15-köpfige Spitzengruppe, ehe Andrei Kaschetschkin durch einen Angriff die Gruppe sprengte. Daraufhin griff Alexander Winokurow an. Alejandro Valverde und Carlos Sastre waren nicht in der Lage zu folgen und mussten ihn ziehen lassen. Nach einer Attacke von Kaschetschkin, dem José Ángel Gómez Marchante und Carlos Sastre folgten, in der Verfolgergruppe konnte Valverde auch diesen nicht mehr folgen. Kaschetschkin griff dann im Verfolgertrio ein weiteres Mal an und schloss alleine zu Winokurow auf. Unterdessen hatte Valverde Sastre wieder passiert.
Im Ziel überließ Winokurow seinem Teamkollegen Kaschetschkin den Sieg. Als Dritter kam Gómez Marchante mit 30 Sekunden Rückstand ins Ziel. Valverde folgte als Vierter weitere zwei Sekunden dahinter. Winokurow übernahm, da er im Gesamtklassement besser platziert ist, nun auch den ersten Platz in der Kombinationswertung punktgleich mit Valverde.
1. Zwischensprint in Huelma (68,5 km)
2. Zwischensprint in Los Villares (129,3 km)
Alto de Las Encebras, Kategorie 3 (45,6 km)
Alto de Los Villares, Kategorie 2 (140,4 km)
Sierra de la Pandera, Kategorie Especial (153,1 km)
Im Gegensatz zu den vorangegangenen Tagen begann die Etappe sehr ruhig und so fingen die ersten Attacken erst nach 38 Kilometern an. Nach 48 Kilometern setzten sich dann Wladimir Gussew, Vicente García Acosta, José Luis Arrieta und Aketza Peña ab. Sie erhielten wenig später Unterstützung von David Loosli, Lars Bak, Pieter Mertens und Dmitri Fofonow, so dass sich letztendlich acht Fahrer in der Gruppe befanden. Das Oktett baute seinen Vorsprung kontinuierlich auf maximal 12:05 Minuten. Elf Kilometer vor dem Ziel begannen die Fahrer der Spitzengruppe die Entscheidung zu suchen. Ein Angriff von Bak sieben Kilometer vor dem Ziel sprengte die Gruppe dann. Nach anfänglichen Problemen schlossen Arrieta, Loosli und Fofonow zwei Kilometer vor dem Ziel zu ihm auf, während die restlichen vier Fahrer nichts mehr mit dem Rennausgang zu tun hatten.
Am Ende erwies sich José Luis Arrieta als der stärkste Fahrer der Gruppe und sicherte sich seinen insgesamt zweiten Vuelta-Sieg nach 1993 vor Fofonow und Loosli. Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 11:16 Minuten.
Egoi Martínez, der Führende in der Bergwertung, hat das Trikot bereits sicher sollte er in Madrid ankommen.
1. Zwischensprint in Las Viñas de Peñallana (50 km)
2. Zwischensprint in Puertollano (161,2 km)
Alto del Parque Natural de Andújar, Kategorie 2 (75 km)
Alto de Sierra Madrona, Kategorie 3 (102,6 km)
Alto del Tamaral, Kategorie 3 (117 km)
Das zweite Einzelzeitfahren war 27,5 Kilometer lang und vom Profil her flach.
Als erster Fahrer ging um 11.33 Uhr Cyril Lemoine von Crédit Agricole, damals 135. und Letzter im Gesamtklassement mit bereits 3:17:18 Stunden Rückstand auf den Führenden Alexander Winokurow, an den Start. Winokurow ging als letzter Starter um 14.06 Uhr auf die Strecke.
Die erste Richtzeit setzte der Belgier Sébastien Rosseler von Quick Step-Innergetic, der bereits als Sechzehnter auf die Strecke gegangen war. Seine Zeit von 34:39 Minuten wurde jedoch wenig später von anderen Fahrern unterboten. Bis die Spitzenreiter im Gesamtklassement auf die Strecke gingen, hielt der Ungar László Bodrogi mit 34:05 Minuten die Bestzeit.
Unter den Top 5-Fahrern des Gesamtklassements fuhr Alejandro Valverde an der ersten Zwischenzeit die absolute Bestzeit mit 14:18 Minuten. Winokurow folgte mit nur drei Sekunden Rückstand. Carlos Sastre lag 18 Sekunden dahinter, Andrei Kaschetschkin 26 und José Ángel Gómez Marchante 37.
Am zweiten Zwischenzeitmesspunkt hatte Winokurow die Führung übernommen mit einer Zeit von 26:18 Minuten. Valverde folgte mit zwölf Sekunden Rückstand.
Im Ziel sicherte sich Winokurow seinen dritten Erfolg im Verlauf der Rundfahrt. Auf dem zweiten Platz folgte überraschend Samuel Sánchez mit sechs Sekunden Rückstand. Den dritten Rang belegte Alejandro Valverde, der weitere 19 Sekunden auf den vermeintlichen Gesamtsieger Winokurow einbüßte.
1. Zwischenzeitmesspunkt (11,3 km)
2. Zwischenzeitmesspunkt (20,5 km)
Wie nicht anders zu erwarten begann die Fahrt nach Madrid sehr ruhig. Erst nach 50 Kilometern versuchten sich Sébastien Rosseler, Kjell Carlström und László Bodrogi abzusetzen. Bodrogi brach den Versuch im Interesse seines Teams jedoch ab und die beiden anderen Fahrer wurden alsbald vom Hauptfeld unter dem Tempodiktat von Relax-GAM Fuenlabrada eingeholt.
Mit der Einfahrt auf die Paseo de la Castellana in Madrid begann das Rennen dann tatsächlich. Auf der zweiten von insgesamt acht Runden setzte sich eine siebenköpfige Spitzengruppe ab in der sich Óscar Pereiro, Luis Pérez, Christopher Horner, Frédéric Bessy, Pierre Drancourt, Jorge García Marín und Ángel Vallejo befanden. Sie konnte sich aber nie wirklich vom Feld lösen und wurde sieben Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Daraufhin wagte Kevin De Weert eine weitere Attacke, doch auch er war nicht erfolgreich.
Im Zielsprint sicherte sich Erik Zabel seinen zweiten Tageserfolg vor Thor Hushovd und Aurélien Clerc.
Alexander Winokurow gewann seine erste dreiwöchige Rundfahrt, während Hushovd sich nach dem Gewinn des Grünen Trikot bei der Tour de France auch die Punktewertung der Vuelta sicherte. Egoi Martínez lag am Ende in der Bergwertung vorne. Winokurow hatte nach 21. Etappen auch die Führung in der Kombinationswertung inne, punktgleich mit Alejandro Valverde.
1. Zwischensprint in Morata de Tajuña (33,1 km)
2. Zwischensprint in Fuenlabrada (66,8 km)

Colomba Antonietti

Colomba Antonietti (* 19. Oktober 1826 in Bastia Umbra; † 13. Juni 1849 in Rom) war eine italienische Patriotin, die während des Ersten Italienischen Unabhängigkeitskrieges fiel. Heute tragen Straßen und Schulen ihren Namen.

Die Eltern – der Bäcker Michele Antonietti und seine Frau Diana Trabalza – zogen mit ihren Kindern nach Foligno um. Dort lernte die 15-jährige Colomba den Grafen Luigi Porzi, Kadett in der päpstlichen Truppe, kennen. Das gesellschaftlich ungleiche Paar heiratete am 13. Dezember 1846 gegen den Willen der Angehörigen in Foligno. Der Graf ging mit seiner Frau nach Bologna, wo seine Mutter lebte, und später nach Rom. Dort war das Bataillon des Ehemannes stationiert. Porzi wurde zum Leutnant befördert, musste aber eine Weile in der Engelsburg bei halbem Sold verbringen, weil er sich unerlaubt verehelicht hatte.
Nachdem sie sich ihr Haar nach Männerart gekürzt hatte, trat Colomba im Frühjahr 1849 in die Freischar Garibaldi ein, in der sie als Schütze diente. Während der Verteidigung der Römischen Republik kämpfte sie zunächst Mitte Mai 1849 gegen die spanischen Bourbonen in Velletri und in Palestrina. Anschließend beteiligte sie sich an der Verteidigung Roms gegen das von Pius IX. zu Hilfe gerufene französische Expeditionskorps unter General Oudinot. Während einer Kanonade der Franzosen wurde Colomba am 13. Juni an der Porta San Pancrazio tödlich verwundet. Sterbend in den Armen ihres Gatten, soll Colomba geflüstert haben: „Viva l’Italia“ (Es lebe Italien).[A 1][A 2]

Stone Sour

Stone Sour (benannt nach einem Cocktail aus Whiskey und einem Schuss Orangensaft) ist eine US-amerikanische Alternative-Metal-Band.

Die Band wurde 1992 von Corey Taylor, Sänger der amerikanischen Nu-Metal-Band Slipknot, gegründet und wurde, nach einigen Demoaufnahmen in den Jahren 1992 bis 1997, stillgelegt. Im Jahr 2002 trat dann Josh Rand mit einigen Liedern an Corey Taylor heran, woraufhin die beiden begannen, die nächsten 18 Monate lang neue Lieder zu schreiben, um das Projekt „Stone Sour“ neu zu beleben. Die Band wurde wieder zusammengerufen und veröffentlichte zehn Jahre nach der Gründung ihr Debütalbum Stone Sour. Die Songs Get Inside und Inhale, waren 2003 bzw. 2004 jeweils für einen Grammy Award in der Kategorie Beste Metal-Darbietung nominiert.
Im März 2006 trennte sich dann Drummer Joel Ekman von der Band, sein Nachfolger wurde Roy Mayorga, der ehemals Schlagzeuger bei Soulfly war. Die Gründe für Ekmans aussteigen waren, dass bei seinem Sohn ein Gliom diagnostiziert worden war und er diesem beistehen wollte. Am 28. Juli 2006 erschien das neue Album Come What(ever) May, welches von den deutschen Heavy-Metal-Magazinen Rock Hard und Metal Hammer jeweils zum „Album des Monats“ gekürt wurde. Metal Hammer kürte Come What(ever) May rückblickend auf das Jahr 2006 zum „Album des Jahres“. Der Opener des Albums 30/30-150, war 2007 wieder für einen Grammy für die Beste Metal-Darbietung nominiert. Letzten Endes musste sich der Song jedoch Slayers Eyes of the Insane geschlagen geben.
Im Sommer 2009 wurde auf der offiziellen Webseite der Band ein Count-Up veröffentlicht. Am 1. Dezember 2009 gab Corey Taylor bei einem Interview bekannt, dass das neue Album ab Februar 2010 von Rob Cavallo produziert wird. Weitere Details gab er jedoch nicht bekannt. Mit dem Einzug ins Studio eröffneten Stone Sour ein offizielles Twitter-Profil über den der Entstehungsprozess des neuen Albums verfolgt werden kann. Am 12. Januar 2010 folgte eine Pressemitteilung, die Band werde mit Nick Raskulinecz ihr drittes Album im Blackbird Studio in Nashville aufnehmen. Raskulinecz hatte bereits das Vorgängeralbum Come What(ever) May produziert. Am 5. und 6. Juni gab die Band bei „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ bekannt, dass das dritte Album am 7. September 2010 erscheinen wird. Tatsächlich erschien Audio Secrecy in Deutschland bereits am 3. September bei Roadrunner Records.
Am 20. März 2012 begannen die Arbeiten für ein neues Album. Frontmann Taylor beschrieb den Stil des Albums als eine Mischung aus Pink Floyds Album The Wall und Alice in Chains‘ Album Dirt. Kurz darauf wurde bekannt gegeben, dass der langjährige Bassist Shawn Economaki die Band verlassen hätte. Das Album wurde von Rachel Bolan eingespielt, der als Bassist von Skid Row tätig ist und der Band im Studio aushalf. Am 11. Juni gab Corey Taylor außerdem auf seinem Twitter-Profil bekannt, dass das neue Album den Namen House of Gold & Bones tragen würde. Da für das Album 24 Songs aufgenommen wurden, wird das Album aus zwei Teilen mit je 12 Songs bestehen. Der erste Teil ist am 19. Oktober 2012 erschienen. House of Gold & Bones – Part 2 erschien am 5. April 2013.
Ab Januar 2014 ist die Band mit Christian Martucci (u.a. Dee Dee Ramone und Corey Taylors Soloband) auf Tour gegangen, da sich Jim Root komplett auf die Arbeit am nächsten Slipknot Album konzentrieren will. Er wollte daher die nächsten Konzerttermine aussetzen. Im Mai verkündete die Band jedoch, dass Jim Root aus der Band entlassen wurde. Später bestätigte die Band, das Martucci nun festes Mitglied sei.
Stone Sour spielen nach eigenen Angaben „melodischen Hard Rock mit Inhalt und Initiative“. Als musikalische Einflüsse werden The Beatles, Led Zeppelin, Metallica und Alice in Chains genannt. Auf den Alben finden sich sowohl melodische Balladen als auch von metaltypischen Riffs geprägte Songs. Alle Gesangsarten Corey Taylors, für die er schon bei Slipknot bekannt ist, kommen zum Einsatz, von melodisch-klarem Gesang bis zu Screamen und Growlen.
Corey Taylor • James Root • Josh Rand • Roy Mayorga
Joel Ekman • Shawn Economaki
Stone Sour (2002) • Come What(ever) May (2006) • Audio Secrecy (2010) • House of Gold & Bones – Part 1 (2012) • House of Gold & Bones – Part 2 (2013)
Live in Moscow (2007)
Diskografie

Masquerade (Album)

Besetzung
Masquerade erschien als neuntes Studioalbum der deutschen Heavy-Metal-Band Running Wild im Oktober 1995. Es bildet den Auftakt einer lose zusammenhängenden Trilogie über das Thema „Gut und Böse“. Außerdem ist es das erste Album der Band, das in derselben Besetzung wie sein Vorgänger aufgenommen wurde.

Die Aufnahmen fanden erneut im Horus Sound Studio in Hannover statt, diesmal wurden die Aufnahmen aber von Gerhard Wölfle gemischt. Ebenso fanden die Schlagzeugaufnahmen im Vox Studio in Bendestorf statt.
Auch bei der Gestaltung des Coverartworks wurde auf den bewährten Andreas Marschall zurückgegriffen. Das Cover präsentiert dem Albentitel entsprechend einen Politiker, einen Geistlichen und einen Offizier, die auf einem runden Tisch in einem Ritual ein humanoides Wesen erschaffen und dabei ihre Gesichter hinter Masken verborgen haben.
Das Album wurde am 30. Oktober 1995 über das Plattenlabel Noise Records veröffentlicht. Es war die letzte Zusammenarbeit mit dem traditionsreichen Label, anschließend unterzeichneten Running Wild bei GUN Records. 1999 erschien aber über Noise noch eine Neuauflage, auf der als Bonusmaterial die beiden auf dem „Death Metal“-Sampler von 1983 veröffentlichten Lieder.
Es erschienen außerdem zwei spezielle Sonderausgaben des Albums, die beide in einem Holzkasten geliefert wurden. Bei einer Fassung waren eine Flagge mit dem Bandlogo, ein Video, ein erweitertes Booklet und eine Flasche „Captain Morgan“-Rum enthalten; die andere Sonderausgabe kam ohne diese Extras aus. Außerdem erschienen limitierte Auflagen von LPs und MCs.
Zu diesem Album absolvierte die Band im Januar 1996 eine Tournee mit zehn Konzerten in Deutschland und einem in der Schweiz. Anschließend legte die Band eine Pause ein, um Ideen für das folgende Album zu sammeln.
Neuauflage 1999:
Alle Lieder und Texte des regulären Albums wurden von Rock ’n‘ Rolf geschrieben. Lediglich der Bonustrack Iron Heads wurde von Gerhard Warnecke komponiert.
Erneut ernteten Running Wild für das Album gute Kritiken, aber es wurde auch der kreative Stillstand kritisiert:
„’Ne neue Scheibe von Running Wild zu besprechen ist in etwa so interessant wie ein Rendezvous mit ’ner Dauerflamme: Alles ganz nett, aber nicht mehr sonderlich aufregend. […] Auf einen Nenner gebracht: Das Tempo wurde erhöht, das Album ist kompakt, weist aber vergleichsweise wenig Überraschungsmomente auf. […] Die knappen neun Punkte sind im Vergleich zur Genre-Konkurrenz dennoch verdient […].“
In kommerzieller Hinsicht konnte das Album mit seinem Vorgänger gleichziehen und erreichte in den deutschen Albencharts ebenfalls maximal Platz 54, wobei es sich 14 Wochen in den Top 100 platzieren konnte.
Auf der 2003 erschienenen Best-of-Zusammenstellung „20 Years in History“ war „Masquerade“ mit den Liedern „Lions of the Sea“ und „Black Soul“ vertreten. Langfristig im Liveprogramm konnten sich die Stücke des Albums aber nicht halten.
Gates to Purgatory • Branded and Exiled • Under Jolly Roger • Port Royal • Death or Glory • Blazon Stone • Pile of Skulls • Black Hand Inn • Masquerade • The Rivalry • Victory • The Brotherhood • Rogues en Vogue • Shadowmaker • Resilient
Ready for Boarding • Live • The Final Jolly Roger
The First Years of Piracy • The Story of Jolly Roger • The Legendary Tales • 20 Years in History • Best of Adrian

Tatort: Die Kampagne

Die Kampagne ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Die Folge wurde vom Südwestrundfunk unter der Regie von Thomas Bohn produziert und erstmals am 5. März 1995 im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Es ist die 304. Folge des Tatorts und 7. Episode mit der Ludwigshafener Ermittlerin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), in der sie Stefan Tries (Ben Becker) als Assistenten an die Seite gestellt bekommt.

Auf dem Polizeirevier wird Kommissarin Lena Odenthal von einer besorgten Mutter angesprochen. Silke Tennenbaum vermisst ihren siebenjährigen Sohn, doch Odenthal verweist auf die verantwortlichen Beamten. Kurze Zeit später muss sie feststellen, dass dieser Fall doch in ihr Resort fällt, denn der Junge wird in einem Waldstück tot aufgefunden. Zusammen mit ihrem neuen Assistenten, Stefan Tries, den die Kommissarin von einem früheren Fall her gut kennt, muss sie Tod des Kindes aufklären.
Silke Tennenbaum ist fest entschlossen, den Mörder ihres Sohnes zu finden. Als Chefin einer renommierten Werbefirma ist sie davon überzeugt, den Täter in fünf Tagen zu stellen. Dazu startet sie eine massive Kampagne und stellt deshalb alle anderen Aufträge zurück.
Odenthal und Tries kontaktieren ihren Kollegen Paul Gauert von der Sitte, da sie eine sexuell motivierte Tat vermuten. In Mikes Kinderzimmer fällt der Kommissarin eine Zeichnung auf, die ihre Annahme bestätigt. Als vielbeschäftigte Geschäftsfrau hatte Silke Tennenbaum für ihren Sohn viel zu wenig Zeit, daher vermutet Odenthal das Motiv der Tat im Umfeld der Mutter zumal diese entsprechend übertrieben reagiert. Durch ihre private Werbekampagne mit Radiodurchsagen, Fernsehspots, Plakaten und sogar einer Privatdetektei, artet die Aktion in eine moderne Menschenjagd aus. Sogar eine Reality-Show ist geplant, da sich private Sponsoren finden, die das ganze für ihre Produktwerbungen ausnutzen möchten. Durch die Recherchen der Privatdetektive gerät der früherer Straftäter Hans Holters unter Mordverdacht. Der Medienrummel bewirkt eine Vorverurteilung des Mannes, was am Ende zum Selbstmord von Holters führt.
Lena Odenthal stößt unterdessen mit Hilfe von Paul Gauert auf ein Sexvideo, dass den kleinen Mike Tennenbaum als Hauptfigur zeigt. Nach intensiver und akribischer Recherche, kann Assistent Tries den Aufnahmeort des Videos herausfinden, was die Ermittler zu einer Wohnung führt, die Meier-Brecht, dem Lebensgefährten von Silke Tennenbaum, gehört. Als Odenthal ihn zur Rede stellen will, erklärt er ihr, dass er mit diesen Videoaufnahmen nur die emotionale Leere ausfüllen wollte, die Mikes Mutter in ihm erzeugt hatte. Er leugnet diese Filme zu gewerblichen Zwecken ertstellt oder gar das Kind umgebracht zu haben. Doch mit Hilfe eines manipulierten Fotos, gelingt es Odenthal Meier-Brecht zu einem Geständnis zu bewegen. Er gibt an den Jungen geliebt zu haben, als dieser jedoch begann sich von Meier-Brecht abzuwenden und es zu einem Streit kam, eskalierte die Situation und er habe den Jungen im Affekt erschlagen.
Der Film wurde 1994 vom Südwestrundfunk produziert.
Ulrike Folkerts wird hier von Ben Becker unterstützt, der 1991 die Rolle des Stefan Tries bereits in der Odenthal-Folge Tod im Häcksler bekleidete.
Bei seiner Erstausstrahlung am 5. März 1995 wurde die Folge Die Kampagne in Deutschland von 8,99 Millionen Zuschauer gesehen, was einem Marktanteil von 25,02 Prozent entsprach.
Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm finden diesen Tatort nur mittelmäßig und meinen: „Etwas übertriebene, doch recht spannende Lektion über die ‚Wahrheitskonstruktion‘ der Medien.“
Die Neue (1989) | Rendezvous (1990) | Tod im Häcksler (1991) | Falsche Liebe (1992) | Die Zärtlichkeit des Monsters (1993) | Der schwarze Engel (1994) | Die Kampagne (1995) | Schneefieber (1996) | Schlaflose Nächte (1996)
Der kalte Tod (1996) | Tod im All (1997) | Nahkampf (1997) | Jagdfieber (1998) | Engelchen flieg (1998) | Mordfieber (1999) | Kriegsspuren (1999) | Offene Rechnung (1999) | Kalte Herzen (2000) | Der schwarze Ritter (2000) | Die kleine Zeugin (2000) | Der Präsident (2001) | Gute Freunde (2001) | Fette Krieger (2001) | Gewaltfieber (2001) | Schrott und Totschlag (2002) | Flashback (2002) | Romeo und Julia (2003) | Schöner sterben (2003) | Leyla (2003) | Große Liebe (2004) | Abgezockt (2004) | Gefährliches Schweigen (2004) | Letzte Zweifel (2005) | Am Abgrund (2005) | Ohne Beweise (2005) | Unter Kontrolle (2006) | Revanche (2006) | Der Lippenstiftmörder (2006) | Nachtwanderer (2006) | Roter Tod (2007) | Die dunkle Seite (2007) | Sterben für die Erben (2007) | Fettkiller (2007) | Schatten der Angst (2008) | Der glückliche Tod (2008) | Kassensturz (2009) | Tödlicher Einsatz (2009) | Vermisst (2009) | Tod auf dem Rhein (2010) | Hauch des Todes (2010) | Der Schrei (2010) | Tödliche Ermittlungen (2011) | Im Abseits (2011) | Tod einer Lehrerin (2011) | Tödliche Häppchen (2012) | Der Wald steht schwarz und schweiget (2012) | Kaltblütig (2012) | Freunde bis in den Tod (2013) | Zirkuskind (2014) | Blackout (2014) | Die Sonne stirbt wie ein Tier (2015) | Roomservice (2015) | LU (2015) | Du gehörst mir (2016)

ATP Challenger Champaign

Das ATP Challenger Champaign (offizieller Name: „JSM Challenger of Champaign-Urbana“) ist ein seit 2002 jährlich stattfindendes Tennisturnier in Champaign (Illinois). Es ist Teil der ATP Challenger Tour und wird in der Halle auf Hartplatz ausgetragen. Bisheriger Rekordsieger ist Rajeev Ram im Doppel. Er gewann das Turnier in den Jahren 2004, 2006 und 2008 mit jeweils unterschiedlichen Partnern.

Adelaide | Ağrı | Aix-en-Provence | Alphen aan den Rijn | Andria | Anning | Aptos | Arad | Astana | Astana | Bangalore | Bangkok | Bangkok | Banja Luka | Barranquilla | Batman | Bergamo | Biella | Binghamton | Blois | Bogotá | Bordeaux | Brașov | Bratislava | Braunschweig | Brescia | Breslau | Brest | Bucaramanga | Buenos Aires | Buenos Aires | Burnie | Busan | Cali | Cali | Caltanissetta | Campinas | Canberra | Cary | Casablanca | Casablanca | Champaign | Charlottesville | Chennai | Cherbourg | Chitré | Columbus | Como | Cordenons | Córdoba | Corrientes | Cortina d’Ampezzo | Dallas | Drummondville | Eckental | Eskişehir | Fairfield | Fargʻona | Fürth | Genf | Genua | Gimcheon | Glasgow | Granby | Guadalajara | Guayaquil | Guimarães | Happy Valley | Heilbronn | Heilbronn | Helsinki | Ho-Chi-Minh-Stadt | Hongkong | Hua Hin | Ilkley | Indore | Irving | Istanbul | Istanbul | Itajaí | Izmir | Johannesburg | Jönköping | Kalkutta | Kaohsiung | Kasan | Kasan | Kenitra | Knoxville | Kōbe | Košice | Kunming | Kyōto | La Réunion | Las Vegas | Launceston | Le Gosier | León | Lexington | Liberec | Lima | Mailand | Manchester | Manila | Manta | Marburg | Maui | Medellín | Meerbusch | Meknès | Melbourne | Mendoza | Mersin | Mestre | Mexiko-Stadt | Mohammedia | Mons | Monterrey | Montevideo | Morelos | Moskau | Mouilleron-le-Captif | Nanchang | Napa | Neapel | Neu-Delhi | Nottingham | Nottingham | Nouméa | Oberstaufen | Orbetello | Orléans | Ostrava | Padua | Panama-Stadt | Peking | Pereira | Perugia | Petingen | Poprad-Tatry | Porto Alegre | Portorož | Posen | Prag | Prag | Prostějov | Puebla | Pune | Qarshi | Quimper | Quito | Ra’anana | Recanati | Rennes | Rio de Janeiro | Rio de Janeiro | Rio Quente | Rom | Rom | Sacramento | Saint-Brieuc | Saint-Rémy | Salinas | Samarqand | San Benedetto | San Juan | San Luis Potosí | San Marino | Santiago de Chile | Santo Domingo | Santos | São José do Rio Preto | São Paulo | São Paulo | São Paulo | São Paulo | Sarajevo | Sarasota | Savannah | Scheveningen | Segovia | Seoul | Sevilla | Shanghai | Shenzhen | Sibiu | Stettin | St. Ulrich | Surbiton | Suzhou | Sydney | Taipeh | Tallahassee | Tampere | Tanger | Taschkent | Tianjin | Tiburon | Timișoara | Tjumen | Todi | Tour Finals | Toyota | Traralgon | Traralgon | Trnava | Tunis | Turin | Vancouver | Vercelli | Vicenza | Winnetka | Yeongwol | Yokohama | Zhuhai
Ehemalige Turniere der ATP Challenger Tour: Aachen | Aguascalientes | Alessandria | Aschaffenburg | Athen | Barcelona | Barcelona | Barletta | Bath | Belém | Belo Horizonte | Bercuit | Caloundra | Campos do Jordão | Courmayeur | Cremona | Dallas | San Sebastián | Dortmund | Dresden | Düsseldorf | Eisenach | Florianópolis | Freudenstadt | Guangzhou | Hamburg | Karlsruhe | Lermontow | Ljubljana | Loughborough | Lübeck | Lugano | Madrid | Magdeburg | Manerbio | Marbella | Marrakesch | Mönchengladbach | Montevideo | Monza | Ningbo | Palermo | Pensa | Pingguo | Pozoblanco | Rabat | Recife | Recife | Rijeka | Salzburg | San José | Santiago de Chile | São Leopoldo | Saransk | Singapur | Sopot | Sylt | Trani | Tulsa | Ulm | Villa Allende | Weiden | Wolfsburg | Wuhan | Zagreb | Zell
2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015

Mankiwka

Mankiwka (ukrainisch Маньківка; russisch Маньковка/Mankowka, polnisch Mańkówka) ist eine Siedlung städtischen Typs und Rajonzentrum im Westen der ukrainischen Oblast Tscherkassy mit etwa 7800 Einwohnern (2014).
Mankiwka liegt im Dneprhochland am Mankiwa, einem Nebenfluss des Hirskyj Tikytsch 180 km westlich von Tscherkassy und 33 km nördlich von Uman. Die 1622 erstmals schriftlich erwähnte Ortschaft erhielt 1965 den Status einer Siedlung städtischen Typs.

Mankiwka ist Verwaltungssitz des 1923 gegründeten, gleichnamigen Rajons. Der Rajon Mankiwka hat etwa 28.000 Einwohner und eine Fläche von 765,1 km². Die Bevölkerungsdichte beträgt 38 Einwohner pro km².
Chrystyniwka | Horodyschtsche | Kamjanka | Kaniw | Korsun-Schewtschenkiwskyj | Monastyryschtsche | Schaschkiw | Schpola | Smila | Solotonoscha | Swenyhorodka | Talne | Tscherkassy | Tschyhyryn | Uman | Watutine
Siedlungen städtischen Typs Babanka | Buky | Drabiw | Jerky | Irdyn | Katerynopil | Lysjanka | Mankiwka | Stebliw | Tschornobaj | Schramkiwka | Werchnjatschka | Wilschana | Zwitkowe | Zybuliw

Isherwood-System

Das Isherwood-System ist ein starkes Längsspantensystem, mit dem bei einem geringeren Baugewicht eine höhere Längsfestigkeit des Schiffsrumpfs erreicht wird. Im Vergleich mit dem herkömmlichen Querspantensystem besteht es in der Hauptsache aus gleichmäßigen durchlaufenden Längsverbänden.
Das 1908 patentierte, nach seinem Erfinder Joseph Isherwood benannte System machte Anfang des 20. Jahrhunderts den Bau wesentlich größerer Schiffe, insbesondere Tanker und Massengutschiffe möglich. Das erste nach Isherwoods Plänen gebaute Schiff war der 1908 von der Werft Robert Craggs & Sons in Middlesbrough abgelieferte Tanker Paul Paix der Reederei J. M. Lennard and Sons. Das in Großbritannien erteilte Patent wurde in Deutschland zunächst vom Kaiserlichen Patentamt nicht anerkannt. Die Hamburg-Bremer Afrika Linie gab 1911 mit der Arnfried (2899 BRT) trotzdem den Bau des ersten nach diesem Prinzip in Deutschland konstruierten Schiffs bei der AG Weser in Auftrag. Der Germanische Lloyd erteilte dem Schiff nur eine Versuchsklasse. Erste Bauvorschriften kamen 1925 vom Lloyd’s Register of Shipping heraus, was das System als allgemein anerkannt gelten ließ.