Volleyball-Europameisterschaft der Frauen 2011

Die Volleyball-Europameisterschaft der Frauen 2011 fand vom 23. September bis 2. Oktober 2011 in Italien und Serbien statt. Die deutsche Mannschaft war als Vierter der letzten Europameisterschaft qualifiziert und holten die Silbermedaille. Gold gewann Gastgeber Serbien.

Das Turnier begann mit einer Vorrunde in vier Gruppen (A–D) mit je vier Mannschaften. Für einen 3:0- oder einen 3:1-Sieg gab es drei Punkte, für einen 3:2-Sieg gab es zwei Punkte, für eine 2:3-Niederlage gab es einen Punkt und für eine 1:3- oder 0:3-Niederlage gab es keinen Punkt. Bei Punktgleichheit entschied zunächst der Satzquotient. Die Gruppensieger waren direkt für das Viertelfinale qualifiziert, während Gruppenzweite und -dritte vier Achtelfinalspiele bestritten. Dort trafen zunächst Gruppendritte auf Gruppenzweite, bevor die jeweiligen Sieger auf einen Gruppenersten trafen. Die Sieger der vier Viertelfinalspiele erreichten das Halbfinale. Die Verlierer der Halbfinals spielten um den dritten Platz, die Sieger ermittelten im Endspiel den neuen Europameister.
Nach drei Siegen in der Vorrunde zogen die die deutschen Frauen als Gruppensieger direkt ins Viertelfinale ein.
Deutschland spielte mit: Kathleen Weiß, Angelina Grün, Maren Brinker, Lenka Dürr, Berit Kauffeldt, Christiane Fürst, Corina Ssuschke-Voigt, Saskia Hippe, Margareta Kozuch, Anne Matthes, Regina Burchardt, Mareen Apitz, Lisa Thomsen und Kerstin Tzscherlich. Trainer war Giovanni Guidetti.
Die Spiele wurden in Belgrad und Monza ausgetragen. Spielort in Belgrad war die Pionir-Halle, in der ungefähr 8.200 Zuschauer Platz haben. Die Sporthalle Palaiper in Monza bietet rund 4.000 Sitzplätze. Zusätzlich wurden in der Gruppenphase die Spielstätten in Zrenjanin (Sporthalle Medison mit ca. 2.800 Sitzplätze) und in Busto Arsizio (PalaYamamay mit ungefähr 5.000 Sitzplätze) genutzt.
Neben den Gastgebern Serbien und Italien waren die Mannschaften, die bei der EM 2009 hinter Sieger Italien die Plätze zwei bis sechs belegten, automatisch qualifiziert. Das waren Vizeeuropameister Niederlande, der Dritte Polen, der Vierte Deutschland, der Fünfte Türkei und der Sechste Russland.
Die anderen Mannschaften mussten eine Qualifikation bestreiten, die insgesamt drei Runden umfasste.
In der ersten Runde am 8./9. und 15. Mai 2010 gab es zwei Duelle mit Hin- und Rückspielen. Die Schweiz setzte sich gegen Luxemburg ebenso ohne Satzverlust durch wie Schweden gegen Dänemark
Die zweite Qualifikationsrunde bestand aus sechs Gruppen mit jeweils vier Mannschaften, die sich zu zwei Turnieren am 21. bis 23. und 28. bis 30. Mai trafen. Die Gruppensieger qualifizierten sich direkt für die Europameisterschaft, während die Gruppenzweiten in der dritten Runde im September weitere Playoff-Spiele bestritten.
In Gruppe A (Turniere in Mahiljou und Baku) verlor Aserbaidschan keinen einzigen Satz. Weißrussland sicherte sich den zweiten Platz vor Bosnien-Herzegowina und Georgien.
In Gruppe B (Turniere in Karlsbad und Agde) blieb Tschechien ungeschlagen. Frankreich setzte sich gegen Ungarn und Österreich durch.
In Gruppe C (Turniere in Sjewjerodonezk und Sheffield) unterlag die Ukraine lediglich in einem Tiebreak-Spiel gegen die Slowakinnen, die den zweiten Platz jedoch dem Team aus Israel überlassen musste. Großbritannien blieb sieglos.
In Gruppe D (Turniere in Osijek und Tres Cantos) sicherte sich die Spanierinnen den Gruppensieg, weil sie einen Satz weniger verloren als die punktgleichen Kroatinnen. Die Schweiz und Montenegro schieden aus.
In Gruppe E (Turniere in Hasselt und Constanța) schaffte Rumänien den Gruppensieg ohne Niederlage. Belgien belegte den zweiten Platz vor Slowenien und Schweden.
In Gruppe F (Turniere in Guarda und Samokow) gab Bulgarien nur einen Satz ab. Finnland setzte sich wegen des besseren Satzverhältnisses gegen das punktgleiche Griechenland durch, während Portugal alle Sätze verlor.
Bei den Spielen der dritten Runde am 3./4. und 11. September gab Frankreich keinen Satz an Finnland ab (3:0 und 3:0), Kroatien besiegte mit Schwierigkeiten Belgien (3:1 und 3:2) und Israel erwarb dramatisch den letzten Turnierplatz im Kampf gegen Weißrussland (2:3 und 3:1).
Rom 1948 | Sofia 1950 | Paris 1951 | Bukarest 1955 | Prag 1958 | Rumänien 1963 | Türkei 1967 | Italien 1971 | Jugoslawien 1975 | Finnland 1977 | Frankreich 1979 | Bulgarien 1981 | DDR 1983 | Niederlande 1985 | Belgien 1987 | Schweden 1989 | Deutschland 1991 | Finnland 1993 | Griechenland 1995 | Niederlande 1997 | Österreich 1999 | Ostrava 2001 | Deutschland 2003 | Rom / Belgrad 2005 | Russland 2007 | Türkei 2009 | Österreich / Tschechien 2011 | Dänemark / Polen 2013 | Bulgarien / Italien 2015 | Polen 2017
Prag 1949 | Sofia 1950 | Paris 1951 | Bukarest 1955 | Tschechoslowakei 1958 | Rumänien 1963 | Türkei 1967 | Italien 1971 | Jugoslawien 1975 | Finnland 1977 | Frankreich 1979 | Bulgarien 1981 | DDR 1983 | Niederlande 1985 | Belgien 1987 | BR Deutschland 1989 | Italien 1991 | Brünn 1993 | Niederlande 1995 | Brünn 1997 | Italien 1999 | Bulgarien 2001 | Ankara 2003 | Kroatien 2005 | Belgien / Luxemburg 2007 | Polen 2009 | Italien / Serbien 2011 | Deutschland / Schweiz 2013 | Belgien / Niederlande 2015 | Aserbaidschan / Georgien 2017

Tall-i Bakun

Tall-i Bakun ist eine archäologische Ausgrabungsstätte im Südwesten des heutigen Iran, in der Provinz Fars.
Bei Tall-i Bakun handelt es sich eigentlich um zwei Hügel, die als Tall-i Bakun A und B bezeichnet werden. Ausgrabungen des Oriental Institute der University of Chicago fanden 1932 unter Leitung von Alexander Langsdorff und Donald McCown und 1937 unter Eric Schmidt and Donald McCown statt.
Tall-i Bakun B datiert in das 6. Jahrtausend v. Chr.. Es konnten zwei Kulturschichten unterschieden werden, die nur Abfall und eine eher einfache, raue Keramik enthielten. Es konnten keine Reste von Architektur gefunden werden.
Tall-i Bakun A war von ca. 4000 bis 3500 v. Chr. besiedelt. Es konnten vier Schichten unterschieden werden. Schicht III war am besten erhalten und zeigt eine Siedlung in der die Wohnbauten dicht an dicht ohne Straßen oder Wege errichtet wurden. Die einzelnen Wohneineinhalten bestanden aus mehrere Räumen. Es konnte eine Töpferei beobachtet werden. Reste von Wandmalereien und einer Holzsäulen deuten auf eine einst reiche Innenausstattung. Die hier gefundene Keramik war reich bemalt. Es fanden sich Frauenfiguren und solche von Tieren. Es fanden sich auch Rollsiegel, die auf eine Art Verwaltung verweisen.
29.9152.88Koordinaten: 29° 55′ N, 52° 53′ O

Von deutscher Republik

Von deutscher Republik ist der Titel einer Rede, die Thomas Mann am 13. Oktober 1922 in Berlin aus Anlass des 60. Geburtstags von Gerhart Hauptmann gehalten hat. Ausgehend von der Volkstümlichkeit Gerhart Hauptmanns und in Auseinandersetzung mit der Dichtung von Novalis und Walt Whitman legte Thomas Mann ein Bekenntnis zur Weimarer Republik ab.
Thomas Mann erklärte, dass die Demokratie – anders als ihre Gegner behaupteten – zur deutschen Kultur und Tradition besser passe als Wilhelminismus und „sentimentaler Obskurantismus“. Insbesondere das freundliche und bescheidene öffentliche Auftreten des Reichspräsidenten Friedrich Ebert habe ihn davon überzeugt, dass Demokratie eine deutschere Sache sei als „imperiale Gala-Oper“. Absicht der Rede war, vor allem die studentische Jugend zu ermuntern, ihren Widerstand gegen die Republik aufzugeben. Auch wenn die Rede im national-konservativen Denken verankert war, unterstrich Thomas Mann mit ihr sein Engagement gegen völkisch-antisemitische Umtriebe und für die Humanität, für „deutsche Menschlichkeit“.
Thomas Manns Bekenntnis zur Republik entsprang keinem inneren Sinneswandel, sondern war äußerer Anlässe geschuldet. Nach über 300 politischen Morden in den zurückliegenden drei Jahren fühlte er eine persönliche Schuld an dem verbreiteten öffentlichen Schweigen angesichts von „ekelhaften und hirnverbrannten Mordtaten“. Walther Rathenaus Ermordung am 24. Juni 1922 hatte Mann als „schweren Choc“ bezeichnet.
Ob Thomas Mann damit eine wirkliche politische Wende vollzogen hatte, ist bis heute umstritten. Der Schriftsteller selber beharrte zeitlebens darauf, 1922 nicht mit früheren Überzeugungen gebrochen zu haben.
Manns alte Heimat, der konservative Kreis um Arthur Moeller van den Bruck, wertete die Rede erwartungsgemäß als Bruch und Verrat, ebenso Hanns Johst.
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